Energie - Landratskandidatur Hochsauerlandkreis

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Die propagierte Energiewende war von Anfang an hauptsächlich auf den Bereich der elektrischen Energie ausgerichtet. Nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie sollte hierdurch zusätzlich eine Einsparung von CO 2  Emissionen erreicht werden.
Zusätzlich erwartete man durch die Förderung regenerativer Energien einen erheblichen technologischen Fortschritt in diesem Bereich.
Die Energieeinsparungspotentiale für Mobilität und den Gütertransports wurden weitestgehend in geringeren Verbräuchen für Fahrzeuge gesehen.
Mit besserer Wärmedämmung sollte das Einsparpotential  für die Heizungsenergie von öffentlichen und privaten Gebäuden gehoben werden.

Experten und Hochschulen warnten frühzeitig, dass die Erwartungen zu hoch gesteckt sind.

Die elektrische Energie macht nur etwa ein Drittel unseres Energieverbrauchs aus. Davon fallen nicht einmal 25% in den Bereich privater Haushalte. Der weit aus größte Teil elektrischer Energie wird von der Industrie, dem Handwerk und öffentlichen Einrichtungen verbraucht. In diesen Bereichen sind die Anstrengungen zur Einsparung elektrischer Energie durchaus gestiegen, können aber den Kostenanstieg bei weitem nicht kompensieren.
So benötigen die meisten Kunststoffe zur Verarbeitung Temperaturen von über 150° Celsius, Aluminium 660° Celsius und Metalle über 1000° Celsius. Hier lassen sich zwar Teile der Abwärme noch nutzen, aber auch das kompensiert den Preisanstieg nicht.


Gerade für die Verarbeitungsprozesse, die in der südwestfälischen Industrie zur Anwendung kommen, ist elektrischer Strom als Hauptenergiequelle häufig nicht zu ersetzen.
Selbst wenn wir es schafften, den privaten Stromverbrauch um 10 % zu senken, so entstünde dadurch nur eine Gesamtersparnis von < 2,5%.
Viele der angebotenen Einspartechniken erhöhen eher den Lebensstandard, als dass sie zum Energiesparen beitragen.

Die von der Bundesregierung am 26. August 2006 eingesetzte „Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)" hat ihr letztes Gutachten zum (EEG)  am 26. Februar 2014 an die deutsche Bundesregierung übergeben.

Die Expertenkommission sieht keine Rechtfertigung für die Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das EEG mache den Strom teurer, trage aber weder zu mehr Klimaschutz bei noch habe es zu Innovationen geführt, so das Fazit der Experten.
(Pressemitteilung)
Diese von vielen Fachleuten so erwartete Beurteilung machte es erforderlich die bisherigen Planungen und Festlegungen neu zu überdenken.

Erst nach deutlichen Fortschritten im Bereich der Effizienz von Windkraft- und Solaranlagen, dem erfolgreichen Abschluss der Entwicklung von marktgerechten Speichermedien  für elektrische Energie und einer Einigung über die dann noch erforderliche Reservehaltung durch konventionelle Kraftwerke kann dann über neue Förderungsmechanismen nachgedacht werden.

Die Einsicht der Bürgerinnen und Bürger in die Notwendigkeit  regenerativer Energien darf nicht durch Konzepte, die nicht zu Ende gedacht sind,  zerstört werden.

Bei der Errichtung von weiteren Windkraftanlagen und der Ausweisung der dazu erforderlichen Flächen müssen den Anliegen der Bürger gerade unter den vorgenannten Aspekten eine höhere Priorität eingeräumt werden. Der Eindruck, dass Arten- und Landschaftsschutz einen höheren Stellenwert als der Schutz der Menschen genieße, darf sich nicht festigen.
Windkraftanlagen dürfen nur dort errichtet werden, wo sie eine deutliche Akzeptanz innerhalb der betroffenen Bevölkerung erreichen. Gerade in den kleineren Kommunen ist so einer sich derzeit abzeichnenden Spaltung innerhalb der Gemeinschaften entgegen zu wirken.

 
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